Ernährung bei Dünndarmentzündung

Ernährung Dünndarmentzündung

Um einer Dünndarmentzündung entgegen zu wirken, sind neben der Ernährung auch die Hygienemaßnahmen zu nennen. Hierzu gehört nicht nur die richtige Zubereitung frischer Lebensmittel (waschen, schälen, durchgaren auf mindestens 60 Grad Kerntemperatur), sondern auch ein Verzicht auf Handtücher oder Schneidebretter aus Holz. Vorteilhaft sind immer noch Küchentücher aus Papier. In allen anderen Fällen erhöht man nur die Bakterienbesiedelung. Um der Gefahr einer Salmonellenerkrankung zu entgehen, sollten grundsätzlich Salate und Gemüse getrennt von Fleisch und Geflügel aufbereitet werden. Werden Spiegel- und Rühreier nicht lange genug erhitzt, bis das Eigelb geronnen ist, führt dies zu Blähungen. Auf Alkohol oder rohe Eier sollte gänzlich verzichtet werden.

Ernährung: frisch und leicht verdaulich

Bei der Nahrung sollte neben dem Fettgehalt auch darauf geachtet werden, dass die Gewürze nicht zu scharf sind. Ernährungsberater empfehlen ein Essen, das aus frischen Produkten besteht und auch genügend Ballaststoffe enthält. Geflügel oder Wild, das tiefgefroren ist, muss im Kühlschrank aufgetaut werden. Bei Vorliegen einer Entzündung sollte auch auf Mayonnaise, Pudding oder Rohkostprodukte verzichtet werden. Fleisch und Fisch sind ausreichend zu erhitzen, von Fruchtsäften oder Eiswürfeln ist gänzlich abzuraten. Ebenfalls ist bei einer Enteritis auf eventuelle Mangelsymptome zu achten, die ursächlich für die Entzündung sein können. Hierzu gehören zum einen die Spurenelemente Zink und Selen sowie die Vitamine B3 und B6. Auch der Mineralstoffhaushalt muss stimmen, hierzu gehört genügend Kalium, Magnesium und Natriumchlorid.

Eine Vitalstoffanalyse kann helfen

Um Darmerkrankungen vorzubeugen, eignet sich aus der Vitalstoffmedizin das Probiotika (empfohlen durch das EUSANA Expertensystem für Präventionsmedizin). Eine Vitalstoffanalyse (Vitamin B9, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Eisen) ist daher unumgänglich. Eine solche Maßnahme führt der Hausarzt durch. Neben einer ausreichenden Vollwerternährung lässt sich eine Dünndarmentzündung durch die Gabe von verschiedenen Vitalstoffen eindämmen. Hierzu gehören neben den lebensnotwendigen Aminosäuren auch die ebenfalls lebensnotwendigen Fettsäuren. Bei der Ernährung ist vom vermehrten Verzehr von hochwertigen, aber leicht verderblichen Lebensmitteln abzuraten. Eine Übertragung findet zunehmend auch durch den ständigen Anstieg der Zahl an Personen zu, die innerhalb ihres Arbeitslebens oder in Kliniken an einer Gemeinschaftsverpflegung teilnehmen.

Schädliche Stoffwechselprodukte

Ein weiteres Risiko stellen heute auch die toxischen (das heißt giftigen) Stoffwechselprodukte dar – also Mikroorganismen, wie man sie vermehrt und auch in großen Mengen in Lebensmitteln wiederfindet. Die Keime solcher schädlichen Stoffwechselprodukte führen zwangsläufig zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Dies wiederum führt im Körper zu einer Aufnahmestörung von Vital- und Nährstoffen. Der Mediziner spricht in einem solchen Falle von einer Resorptionsinsuffizienz. Darmentzündungen und damit einhergehende wässrige Durchfälle führen dann zu einem großen Flüssigkeits-, Nähr- und Vitalstoffverlust. Ist erst einmal die Darmschleimhaut beeinträchtigt, kommt es zu einem vermehrten Eiweißverlust.

Fehlendes Plasmaeiweiß

Dagegen wird der krankhafte Eiweißverlust meist durch die gleichzeitig hohe Fettzufuhr über die Nahrung gefördert. Aufgrund der verminderten Konzentration an Plasmaeiweißen kommt es jetzt zu einer Ausbildung von Ödemen. Der Mediziner spricht in diesem Fall von einer Hypoproteinämie. Aber auch Schleimhautveränderungen im Mund führen zu Verdauungsstörungen mit einhergehendem Gewichtsverlust. Hilfreich ist hier die Gabe von Folsäure. Ebenso schwächt ein gestörtes Wachstum der weißen Blutkörperchen das Immunsystem. Hilfreich ist hier die Gabe von Vitamin B12. Ein zu wenig an diesem Vitamin führt hingegen zu Gewebsschwund und zu Entzündungen der Schleimhäute.

Ernährungs-Beratung notwendig bei Mangelerscheinungen

Erhöhte Infektionsgefahr besteht meist auch bei einem Mangel an Carnitin. Vorbeugend wirkt hier die Gabe von Vitamin C. Eine erhöhte Erregbarkeit des Nervensystems und eine Neigung zu Muskelkrämpfen sind auch auf ein Defizit von Calcium zurückzuführen. Kommt hier noch ein zusätzlicher Vitamin-D-Mangel hinzu, kann dies zu einer Überfunktion der Nebenschilddrüse führen. Die Folge ist ein vergrößertes Nebenschilddrüsengewebe. Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit sind oftmals auch Auslöser von Natrium- oder Kaliummangel. Störungen des Säure-Basen-Haushaltes werden durch einen Mangel an Phosphor hervorgerufen. Ein Mangel an Zink führt zu entzündlichen Veränderungen der Schleimhäute im Nasen- und Rachenbereich, einhergehend mit Erbrechen, Durchfall oder krampfartigen Schmerzen in den Bauchregionen.

 

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